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Früher war das Gebiet der heutigen Stadt Dinslaken ein ganz dünn besiedeltes Land. Die Bewohner waren hauptsächlich Bauern. Das Land selbst wies damals viele Moore und Sümpfe (Bruchland) auf. Zwischen dem
Averbruch im Süden und dem Dinslakener Bruch im Norden errichteten die Dinslakener im 12. Jahundert (1190) eine Burg, das Castell. Das Castell bot den Dinslakenern Schutz bei kriegerischen Überfällen. Einige
Bürger waren auch im Castell beschäftigt. Als um das Castell herum eine immer größere Siedlung entstand, erhielt Dinslaken im Jahre 1273 vom Grafen Dietrich von Kleve die Stadtrechte.
Um die Stadt errichteten die Dinslakener zu ihrem Schutz eine Stadtmauer. In die Stadt konnte man nur durch die Stadttore gelangen. Um die Stadt herum leitete man “die Beeck” (heute: Rotbach).
Die alte Siedlung, die Altstadt, wurde bald zu klein. So baute man um 1349 zunächst eine neue Straße (die Neustraße). Durch das Mitteltor und über eine Brücke gelangte man in die Neustadt.
Für eine neue Stadtmauer um die Neustadt herum reichte aber das Geld nicht. Um diese neue lange Straße, deren Häuser lange, schmale Gärten nach hinten heraus hatten, baute man deshalb
nur Wassergräben, einen Wall (heute: Wallstraße, Rutenwall) und ein neues großes Stadttor, das Neutor.
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